Zu einem Großbrand kam es am frühen Dienstagnachmittag (25.08.2015) in einem Werk der Firma Hydac in Neuweiler.

Um 14:54 Uhr werden die Löschbezirke Neuweiler und Sulzbach Stadtmitte zu einem Brand in einer Produktions- und Lagerhalle der Firma Hydac Technology GmbH alarmiert. Innerhalb von Minuten sind die Einsatzkräfte vor Ort. Laut erster Erkundung des Einsatzleiters und der Gruppenführer war ein Raum in Brand geraten. Am seitlichen Gebäude war Rauch zu sehen. Ein Trupp rückte unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Gebäude vor.  Wenige Sekunden später ziehen dicke Rauchschwaden mit teilweißem gelbem Rauch in den Himmel. Der Innenangriff wird vorerst abgebrochen, da eine enorme Hitzentwicklung im Inneren des Gebäudes stattfindet und durch die starke Rauchentwicklung „Nullsicht“ besteht.

Sofort wurde durch den Einsatzleiter der Vollalarm für die Feuerwehr Sulzbach sowie die benachbarten Wehren Friedrichtsthal, Dudweiler und St. Ingbert ausgelöst.

Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits dem Einsatzleiter durch die Werkleitung mitgeteilt, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden.

Innerhalb von nur wenigen Minuten stand bereits das komplette Hallendach unter Vollbrand. Ein Innenangriff kann zu dieser Zeit nicht mehr erfolgen, da eine enorme Gefahr durch Deckeneinbruch besteht.

Eine riesige Rauchsäule stieg über Neuweiler in den Himmel, die sich über das komplette Sulzbachtal bis nach Neunkirchen hinweg zog und in weiten Teilen des Saarlandes zu sehen war.

Durch die Polizei wurden die umliegenden Hallen und Geschäftsgebäuden anderer Firmen evakuiert. Die Bewohner im Umkreis wurden gebeten Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Weitere Einsatzkräfte wurden durch die Einsatzleitung alarmiert und trafen nacheinander an der Einsatzstelle ein. Unteranderem kamen diese aus dem Regionalverband Saarbrücken, Saar-Pfalz Kreis sowie die Kräfte der Berufsfeuerwehr Saarbrücken.

Es wurde viel Wasser benötigt, wodurch es in Neuweiler kurzzeitig zu Wasserengpässen kam.

Das Feuer wurde bis zum Abend unter Kontrolle gebracht, jedoch brannten immer wieder einzelne Glutnester nochmals auf. Durch die Gefahr des Deckeneinsturzes war ein Innenangriff immer noch nicht möglich, was letztendlich eine schnellere und effektivere Brandbekämpfung der Glutnester verhinderte.

Die Freiwillige Feuerwehr Neuweiler rückte von der Einsatzstelle am Dienstag gegen 23:30 Uhr ab, um im Gerätehaus Fahrzeug und Gerät für den nächsten Tag wieder Betriebsbereit zu stellen, sowie der erschöpften Mannschaft eine Pause zu geben.

Die Brandbekämpfung während der Nacht übernahm unteranderem die Freiwillige Feuerwehr Quierschied, Klarenthal, Scheidt, Malstatt-Burbach und die Berufsfeuerwehr Saarbrücken.

Am Mittwoch um 04:00 Uhr morgens ging es für den Löschbezirk 4 Neuweiler und den Löschbezirk 1 Stadtmitte wieder an die Einsatzstelle, bei der immer noch einzelne Glutnester immer wieder entfachten.

Nach erneuten 12 Stunden im Einsatz wurde Mannschaft und Gerät gegen 17:00 Uhr zurück ins Gerätehaus gebracht. Der Löschbezirk 3 Altenwald übernahm die Einsatzstelle, bis die angerückten Bagger ihre Arbeit an diesem Tag einstellen.

Gegen 20:45 Uhr am 26.08.2015 wurde der Löschbezirk 1 Stadtmitte und der Löschbezirk 4 Neuweiler erneut zum Objekt gerufen, da nochmals einzelne Glutnester entfachten.

Ein schwerer Schaumteppich wurde mittels B-Schaumrohr in den Bereich des Brandherdes aufgetragen. Nach circa einer Stunde rückte der LB 1 Stadtmitte sowie 1 Fahrzeug des LB 4 Neuweiler wieder von der Einsatzstelle ab.

Das zweite Fahrzeug des LB 4 verblieb mit Einsatzkräften an der Einsatzstelle um eine „Nacht-Brandwache“ zu stellen.

Um 04:00 Uhr morgens am 27.08.2015 wurde dieses Fahrzeug durch weitere Einsatzkräfte abgelöst.

Nochmals verblieb der Löschbezirk 4 Neuweiler weitere 8,5 Stunden bis circa 13:00 Uhr im Einsatz, um einzelne Glutnester zu löschen.

Nach abrücken von der Einsatzstelle wurden noch bis in den Abend hinein die Gerätschaften sowie Fahrzeuge gereinigt.

Nachfolgende Einsatzkräfte waren an diesem Einsatz beteiligt:

Freiwillige Feuerwehr Sulzbach
- Löschbezirk 1 Stadtmitte
- Löschbezirk 3 Altenwald
- Löschbezirk 4 Neuweiler

Freiwillige Feuerwehr Friedrichsthal
- Löschbezirk 1 Friedrichsthal
- Löschbezirk 2 Bildstock

Freiwillige Feuerwehr Quierschied
- Löschbezirk 1 Quierschied
- Löschbezirk 2 Fischbach

Freiwillige Feuerwehr Saarbrücken
- Löschbezirk 11 Alt-Saarbrücken
- Löschbezirk 12 Malstatt-Burbach
- Löschbezirk 13 St. Johann
- Löschbezirk 14 St. Arnual
- Löschbezirk 15 Gersweiler
- Löschbezirk 16 Klarenthal
- Löschbezirk 18 Dudweiler
- Löschbezirk 19 Scheidt
- Löschbezirk 22 Brebach

Berufsfeuerwehr Saarbrücken
- Wache 1
- Wache 2

Freiwillige Feuerwehr Püttlingen
- Löschbezirk 1 Püttlingen
- Löschbezirk 2 Köllerbach

Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert
- Löschbezirk 1 St. Ingbert Mitte
- Löschbezirk 3 Oberwürzbach
- Löschbezirk 4 Rentrisch
- Löschbezirk 5 Rohrbach

Freiwillige Feuerwehr Kirkel
- Löschbezirk 2 Kirkel-Limbach

Freiwillige Feuerwehr Homburg
- Löschbezirk 1 Homburg-Mitte

Decoma Betriebsfeuerwehr

Technisches Hilfswerk (THW)
- Ortsverband Altenwald
- Ortsverband Völklingen

Deutsches Rotes Kreuz
- Rettungswache Sulzbach
- Ortsverband Sulzbach-Neuweiler
- Ortsverband Dudweiler

Weitere Kräfte:
- Brandinspekteur Regionalverband Saarbrücken
- Brandinspekteur Saar-Pfalz Kreis
- Malteser
- ORGL DRK


Wir bedanken uns bei allen Einsatzkräften für die tatkräftige Unterstützung und Versorgung verletzter Personen. Ein weiteres Dankeschön geht an alle freiwilligen Helfer sowie Sponsoren, die im Hintergrund für die Verpflegung und Versorgung der Einsatzkräfte sorgten.

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